Leseprobe

Offenbar fand ich Sex schon immer ganz spannend. Bereits als Kind hatte ich meine Mutter unter einem Vorwand aus dem Zimmer gelockt, um das Stern-Magazin vom Esszimmertisch zu stibitzen, in meinem
Zimmer zu verschwinden und mit meinem Schulfreund die nackte Frau auf dem Cover zu studieren. Später las ich die Dr.-Sommer-Seiten der Bravo-Ausgaben meiner Schwester heimlich auf dem Klo. Mit etwa dreizehn oder vierzehn Jahren tauschten meine Kumpels und ich zuerst Pornobildchen auf Diskette oder sogar in ausgedruckter Form und schoben uns auf LAN-Partys Videos hin und her, die wir aus dem Internet heruntergeladen hatten. Wir unterhielten uns über die Frage, welche Mädchen aus der Klasse wir besonders attraktiv fanden, ob wir eher auf Hintern oder Brüste stünden und wer in Sachen Sex schon welche ›Erfolge‹ vorzuweisen hatte. Doch nachdem wir schließlich unsere ersten Erfahrungen gemacht hatten, die ersten Jungs auf einmal mit einem Mädchen zusammen waren und nach und nach angeblich niemand mehr ›Jungfrau‹ war, sprachen wir immer weniger über unsere Sexualität.

Auch ich selbst wurde stiller, was das Thema betraf. Mit meiner ersten Partnerin sprach ich kein Wort über unser gemeinsames Sexleben. Wir zeigten uns noch nicht einmal nackt voreinander. Später, im Studium, dachte ich viel daran, mit wem... [Weiterlesen]